Negele-Zimmel-Greuter-Beller Rechtsanwälte / Abmahnung – Filesharing / media & more Gmbh & Co.KG

27.01.2011, 22:28 Uhr

Die Kanzlei Negele-Zimmel-Greuter-Beller Rechtsanwälte aus Augsburg versendet aktuell Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzung im Auftrag der media & more GmbH & Co. KG unter anderem wegen der Pornofilme: „Montana Fishburne“ und „Kendra Exposed“.

Zuletzt wurden Abmahnungen wegen Urheberrechtsverletzungen durch Filesharing von der Kanzlei: Negele Zimmel Greuter Beller Rechtsanwälte aus Augsburg u.a. im Auftrag der Firmen*:

*Evolution Entertainment AG aus Dietikon (Schweiz) bezüglich des Filmwerks: “Shoot The Hero“

*Laser Paradise, Thomas Buresch aus Neu-Ansbach bezüglich des Filmwerks: „Unrated – The Movie“ und

*BB Video GmbH aus Mülheim an der Ruhr bezüglich des Filmwerks: „Meine Tante“

versendet.

Nun verschicken die Anwälte aus Augsburg weitere Abmahnschreiben im Auftrag der

*media and more GmbH &. Co. KG aus Pulheim bezüglich der Filmwerke:

„Montana Fishburne“ und

„Kendra Exposed“.

Über den Internetanschluss der Betroffenen soll die Datei über sogenannte Peer-to-Peer Programme (Online-Tauschbörsen) gegenüber anderen Teilnehmern zum Download angeboten worden sein.

Wie gewohnt umfasst das Abmahnschreiben meist 6 Seiten inklusive der Mandatsvollmacht und einem Entwurf einer strafbewehrten Unterlassungserklärung. Ebenso enthält es textbausteinartige Passagen in denen mehrere Gerichtsentscheidungen zitiert werden. Als Downloadzeitraum dürfte es sich um den September/Oktober 2010 herum handeln.

Neben der Abgabe der strafbewehrten Unterlassungserklärung wird auch zur Abgeltung von Schadensersatzansprüchen die Zahlung eines pauschalen Vergleichsbetrages in Höhe von 870,- Euro gefordert. Die relative knapp angesetzte Handlungsfrist soll den Adressaten wenig Zeit zur Reaktion lassen, zur Überweisung des Geldbetrages veranlassen und keine rechtliche Überprüfung durch einen auf das Urheberrecht spezialisierten Anwalt ermöglichen.

Die rechtliche Überprüfung ist aus unserer Sicht dringend zu empfehlen!

Es wird ausdrücklich davon abgerateen, die vorgefertigte Unterlassungserklärung zu unterschreiben und an die abmahnenden Anwälte zurückzusenden. Denn zum einen muss der Erklärende sich bewusst werden, dass er an einen solchen Unterlassungsvertrag 30 Jahre gebunden ist und die vereinbarten Strafen schnell hohe 4 stellige Werte erreichen können. Folglich besteht ein großes Haftungsrisiko.

Die vorgefertigte Unterlassungserklärung verbirgt jedoch noch weitere Tücken. Denn der Erklärende verpflichtet sich durch den Inhalt des Punkt 4 zur Zahlung von Schadensersatz im Wege der Lizenzanalogie gegenüber der Gläubigerin (Firmen) und erkennt durch den Punkt 2 den Schaden vorbehaltlos an. Desweiteren verpflichtet er sich auch unter Punkt 3 zur Kostenerstattung gegenüber der Rechtsanwaltskanzlei.

Erfolgreiche Rechtsverteidigung trotz Anscheinsbeweiß bei unberechtigten Abmahnungen:

Zum einen lässt sich in derartigen Fällen zur Wahrnehmung Ihrer Rechte eine abgeänderte Unterlassungserklärung durchsetzen und die Gefahr einer gerichtlichen Inanspruchnahme deutlich verringern. Zum anderen unterliegt die Rechtsprechung dazu ständiger Veränderungen, sodass in der jüngeren Zeit die Forderungen gänzlich zurückgewiesen werden konnten.

Voraussetzung dafür ist jedoch auf kompetente anwaltliche Hilfe zu vertrauen und nicht durch gutgemeinte Ratschläge oder mittels von juristischen Laien (Stichwort: Internetforen) angefertigter „modifizierter Unterlassungserklärungen“ weitreichende rechtliche Konsequenzen zu provozieren.

Lesetip! Wirksame Maßnahmen und Verteidigung gegen Abmahnungen und Streitwertreduzierung auf 3.000,- EUR

Weitere Abmahnungen u.a. von Negele-Zimmel-Greuter-Beller  Rechtsanwälte aus Augsburg.

In Fragen zu Abmahnungen im Allgemeinen, Abmahnungen bei Filesharing oder konkret zu Ihrem Abmahnschreiben stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Kontakt.