Erstattung der Einkommensteuer – Achtung! Vor Betrüger Email

20.05.2011, 15:06 Uhr

Mit dem Betreff: Erstattung der Einkommenssteuer – werden seit dem 09.05.2011 zahlreiche Emails des Absenders „Bundesministerium der Finanzen <info@bundesfinanzministerium.de>“ versandt.

Die Email beginnt oft mit folgendem oder ähnlich lautendem Wortlaut:

„Sehr geehrter Antragssteller

Infolge der Aktualisierung unserer Informationssysteme und der Überprüfung unserer Register haben wir die Situation der durch Sie durchgeführten Zahlungen, sowie die letzten Einkommenserklärungen der letzten sechs Jahre analysiert, und aus unseren Berechnungen ergibt sich, dass Sie 378.25 EUR zu viel gezahlt haben.

Auf Grund des hohen Umfangs geschuldeter Zurückzahlungen, müssen Sie den Antrag online ausfüllen, jedoch kann die Telefonlinie Ihnen nicht dabei helfen, diesen Antrag auszufüllen. Zur Bearbeitung der Ihnen geschuldeten Erstattung müssen Sie den dieser E-Mail beigefügten Antrag ausfüllen. Es ist möglich, dass wir 6 Wochen lang für die Bearbeitung dieser Erstattung brauchen, bitte vergewissern Sie sich, dass Sie den Vordruck richtig ausgefüllt haben.

Da wir unsere Register aktualisieren und verbessern, bitte senden Sie uns den ausgefüllten Vordruck mit allen laufenden vollständigen Daten, bis zum 30.06.2011

Anmerkung: Wenn Sie eine ‘Erstattung´ der Einkommensteuer empfangen haben, dann haben Sie diese erhalten, entweder infolge eines von Ihnen gestellten Antrags, oder deswegen, weil Bundesministerium der Finanzen Informationen bezüglich Ihres Einkommens oder des Leistungsanspruchs erhalten hat. Sie werden den erstatteten Betrag durch die Besteuerungszahl oder in Zahlungsform erhalten, und kann mit dem laufenden oder mit den vorherigen Steuerjahren verbunden sein.

Sie werden die Erstattung durch Banküberweisung direkt auf Ihre Debet- oder Kreditkarte erhalten….“

Auf diese Weise versuchen Betrüger an Konto- bzw. Kreditkarteninformationen von Steuerzahlern zu gelangen, indem der Adressat einfach ein angehängtes Antragsformular als PDF – Datei ausfüllen möge und mit allen Informationen, darunter Kontoverbindung sowie Kreditkartenpasswort zurücksenden solle.

Das Bundesministerium der Finanzen warnt ausdrücklich auf seiner Homepage www.bundesfinanzministerium.de davor, auf solche oder ähnliche Emails zu reagieren bzw. diese wie beschrieben zu beantworten.

Es weist daraufhin, dass Änderungsbescheide grundsätzlich nicht per Email verschickt werden und schon gar nicht die Kontenverbindungen auf diese Weise abgefragt werden. Zudem ist nicht das Bundesministerum der Finanzen für die Änderung von Steuerbescheiden und Abgabe von Steuererklärungen zuständig, sondern stets das jeweilige Finanzamt am Wohnort des Steuerzahlers bzw. Sitz des Gewerbes.

Rechtsanwalt Marko Setzer rät zudem, nach Erhalt derartiger Emails sofort den Spamfilter des Email – Servers zu aktualisieren, den Absender auf die Liste der blockerten Versender zu setzen und die Email zu löschen.

Mehr zum Thema: Internetrecht und Datenschutz.

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