Dem Urheberrechtsschutz unterliegen auch Webseiten-Inhalte, wie Texte und technische Beschreibungen

01.09.2011, 12:57 Uhr

Webseiten – Inhalte, wie einfache Texte, Tätigkeitsbeschreibungen oder auch nur rein technische Beschreibungen können unter den Schutz des Urheberrechts fallen, wenn diese die erforderliche Schöpfungshöhe erreichen, unabhängig von der Digitalisierung.

Obwohl oft genug fast sämtliche Inhalte auf Webseiten, aufgrund der geringen Anforderungen, die erforderliche Schöpfungshöhe erreichen und somit unter den Schutz des Urheberrechts fallen, kann eine eindeutige Feststellung dazu bzw. fundierte Einschätzung nur im konkreten Einzelfall gegeben werden.

Rechtsanwalt Marko Setzer beschreibt dieses Thema ausführlich anhand von 4 Beispielen aus aktueller Rechtssprechung dazu in seinem Artikel für das Online-Angebot der Berliner Morgenpost (Recht aktuell) unter dem Link.

Dabei weist er auch deutlich daraufhin, dass in jedem Fall fremde Inhalte, wie Texte und Bilder nicht ungefragt oder ohne Zustimmung für die Nutzung auf der eigenen Homepage übernommen werden sollten. Denn das widerrechtliche Übernehmen von Inhalten fremder Webseiten gibt seit Jahren Anlass für urheberrechtliche und auch besonders für wettbewerbsrechtliche Abmahnungen und beschäftigt deutsche, als auch europäische Gerichte.

„Im Urheberrecht gilt nach § 2 Abs. 2 UrhG der Grundsatz der kleinen Münze, die die erforderliche Schöpfungshöhe feststellt und damit auch die Schutzfähigkeit bejaht.“ (Anmerkung RA Marko Setzer).

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